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Der Güterverkehr im Wandel. Die Entwicklung. Unsere Position.

Obwohl der Güterverkehr einer sich stark verändernden Wirtschaft ausgesetzt ist, bildet er das stabile Rückgrat. Umso wichtiger ist es als verlässlicher Partner für Bahnlogistik auf EU-Ebene klare Position zu beziehen.

Glaubt man den Prognosen der Europäischen Kommission, wird die Mobilität dank wachsender Wirtschaft in den nächsten Jahrzehnten rasant zunehmen. Der europäische Landverkehr ist ein wichtiger Wirtschaftssektor, um nicht zu sagen der Wirtschaftsmotor schlechthin. Aktuellen Schätzungen zufolge wird der Güterverkehr bis 2050 um 60 % zunehmen – mit einer hohen Affinität zur Straße. Ziel der EU ist es, europaweit den Anteil der Schiene am Güterverkehrsmarkt auf 30 % zu erhöhen – also auf jenen hohen Modalanteil, den die Rail Cargo Group in Österreich bereits seit Jahren erreicht. Denn Bahn oder Straße sollte kein Thema mehr sein, gilt es doch sichere, effiziente und verlässliche End-to-end-Logistiklösungen anzubieten. Als einer der führenden Bahnlogistiker haben wir deshalb auch mit den nachfolgenden vier Punkten unsere Forderungen an die EU nachdrücklich definiert. Denn Ziel soll es sein im Bereich Qualität, Verlässlichkeit und Flexibilität völlig neue Standards zu setzen:

  1. Die Basis ist und bleibt, Bahnprodukte von höchster Qualität in einem gesunden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten.
  2. Gütertransport auf der Schiene muss genauso einfach sein, wie die Beförderung von Gütern auf der Straße: Länderübergreifend sind dazu einheitliche, rechtliche, technische sowie betriebliche Voraussetzungen für Infrastruktureinrichtungen, Zugsicherungs- und Signalgebungssysteme sowie Energieversorgung zu schaffen. Mit dem Ziel, den Schienengüterverkehr nicht nur wesentlich effizienter und schneller zu machen, sondern vor allem attraktiver und damit wettbewerbsfähiger.
  3. Steigende Mobilität ist unweigerlich mit erheblichem Stress verbunden – und das nicht nur auf ökologischer Ebene, gefährden doch die durch Lkw überlasteten Straßen die wirtschaftliche Entwicklung massiv. Eine klare Botschaft: Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene.
  4. Entlang der Logistikkette finden in Bezug auf die Automation wesentliche Veränderungen statt. Die Straße bestimmt nicht nur die Erwartungshaltung der Kundinnen und Kunden bezüglich Preis, Geschwindigkeit und Flexibilität, sie stellt die gesamte Logistikbranche auf den Kopf. Hier ist der Eisenbahnsektor gefordert, mit gleichem Tempo voranzuziehen – etwa mit dem Einsatz intelligenter Systeme, wie Sensorik und Telematik am Wagenmaterial, teilautomatisierte Zugvorbereitung oder die automatisierte Bremsprobe.  Entwicklungen, mit denen wir den Güterverkehr bereits heute revolutionieren.